Technische Hinweise für Klarglasscheinwerfer


 

An modernen Klarglasscheinwerfern, unter anderem auch serienmässigen Scheinwerfern (auch Angel Eyes, LED Scheinwerfer, Tube Light etc.), kann es zu beschlagenen Streuscheiben kommen.

 

Bitte beachten Sie, dass vor allem nach dem Verbau der Scheinwerfer diese sich ca. drei bis 4 Tage akklimatisieren (bis sie komplett morgens nicht mehr beschlagen sind).

 

 

Durch das System des durchlüfteten Scheinwerfers zirkuliert Luft von außen durch den Scheinwerfer. Aufgrund des offenen und spritzwassergeschützten Belüftungssystems (erforderlich wegen des Druckausgleichs), gibt es innerhalb des Scheinwerfers unterschiedliche „Klimazonen“. Das heißt sehr heisse Stellen, wo die Streuscheibe durch das Licht erwärmt wird und im Gegensatz relativ kühle Stellen, wo die Streuscheibe durch den Fahrtwind gekühlt wird. Dadurch kann es bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturunterschieden zwischen Scheinwerferinnerem und der Umgebung, zum Teil während der Fahrt, zu einer Kondensation an der Streuscheibeninnenseite kommen. Dies vor allem in der kalten Jahreszeit und/oder bei nasser Witterung bzw. feuchten Wetterverhältnissen.

 

Die Betauung der Scheinwerfer ist am Besten mit der beschlagenen Frontscheibe zu vergleichen, die jedoch mittels der Lüftungsdüse freigeblasen werden kann. Auftreten kann dies z.B. nach Durchfahrten von Waschstrassen, Dampfstrahlen des Motors oder Frontends, Temperaturverändungen über Nacht etc.

 

Besonders in der Nachheizphase, bei der durch den heissen Motor die Rückseite des Scheinwerfers aufgeheizt wird, bei gleichzeitiger Abkühlung der Streuscheibe durch die kalte Aussenluft, schlägt sich auch die geringste Feuchtigkeit an der Innenseite der Streuscheibe nieder. Bei klaren Streuscheiben erkennt man das Beschlagen besser als bei Streuscheiben mit Profil. Bei einer Betauung der Scheinwerfer muss die lichttechnisch wirksame Austrittsfläche an der Streuscheibe nach 5-10 Minuten Fahrt mit eingeschaltetem Abblendlichtfrei sein. Die restlichen Flächen der Scheibeninnenseite können und dürfen nach der Fahrt noch betaut sein. Es handelt sich hierbei um keinen technischen Mangel.